„Gemeinsam Kirche sein“ Werden die Impulse der Bischöfe aufgegriffen?

„Gemeinsam Kirche sein“, das Wort der Deutschen Bischöfe  für die Zukunft der Kirche in Deutschland (sh. unten letzter Eintrag). Werden das Papier und seine Fragen und Anliegen aufgegriffen? Oder hat die Deutsche Kirche Angst vor der eigenen Courage? Vor einem Vierteljahr haben wir in der Priesterinitiative das Papier diskutiert und Briefe an die Deutschen Bischöfe und an die Verantwortlichen im Bistum Augsburg geschrieben.

 

Fast zeitgleich hat das Erzbistum Köln das Papier in beispielgebender Weise zur Grundlage eines Gesprächsprozesses für die Zukunft des Erzbistums gemacht. Kardinal Rainer Maria Woelki hat in seinem Fastenhirtenbrief „Mitten unter Euch“ bewusst Bezug genommen und mutige Fragen gestellt, wie Kirche in Zukunft aussehen wird. Ein lesenswertes Dokument, weil die Gedanken und Fragen weiterführen und ausgetretene Wege verlassen.

 

Leider greifen nicht alle Diözesen in solcher Weise die Frage nach der Gestalt der Kirche der Zukunft auf. Wir haben auf unseren Brief interessante Antworten auch aus dem Bistum Augsburg bekommen, aber es ist nicht absehbar, dass die Leitung eine breitere Befassung mit den Fragen ins Auge gefasst hat.

 

Wer immer sich in Pfarrgemeinderäten, Verbänden, Initiativen oder anderen Gruppen sich mit „Gemeinsam Kirche sein“ auseinandersetzen will oder sich schon damit auseinandergesetzt hat, möge sich doch mit der Priesterinitiative in Verbindung setzen. Wir sind froh und dankbar in Austausch mit Menschen und mit Gruppen zu kommen, die sich für eine erneuerte Gestalt der Kirche einsetzen.

 

Interview Domradio Köln mit dem Kardinal

Fastenhirtenwort von Kardinal Rainer Maria Woelki

 

Gemeinsam Kirche sein Wort der Deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral Pfarrerinitiative Deutschland und Priesterinitiative Augsburg antworten

„Im Heute glauben“, so war der 5-jährige Gesprächsprozess überschrieben, zu dem die Deutsche Bischofskonferenz Männer und Frauen, Amtsträger, Ehrenamtliche und Gläubige eingeladen hatte. In 5 großen Konferenzen und vielen Treffen in den Diözesen wurde von 2011 bis 2015 aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen, vor welchen Herausforderungen die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen steht und welcher Bezug dabei zu den richtungsweisenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils existiert.

2015 veröffentlichten die Deutschen Bischöfe das Papier Gemeinsam Kirche sein. Darin wurde nachgedacht, wie alle Christen ihrer Berufung zur Heiligkeit nachkommen können, wie Jesus Christus in der Kirche sichtbar werden kann, wie Gläubige und Priester gut zusammenwirken, wie sich Leitung in der Kirche weiterentwickeln kann. Das Papier kann auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz gelesen und auch heruntergeladen werden. (http://www.dbk-shop.de/media/files_public/jshvwudmrj/DBK_11100.pdf)

 

Sowohl die Priesterinitiative Augsburg als auch die Pfarrerinitiative Deutschland haben die Einladung der Bischöfe das Papier zu diskutieren und den Bischöfen zu antworten, gerne angenommen. Das Papier ist zukunftsweisend, doch meinen wir auch in Manchem, weitere Vorschläge machen zu müssen, Fragen zu stellen. Unser Anliegen ist, dass das Papier der Bischöfe auch in Pfarrgemeinderäten, Gremien auf Dekanats- und Bistumsebene und auf Ebene der Bischofskonferenz weiter diskutiert wird. Dazu kann vor allem der Brief der Augsburger Initiative eine Hilfe sein.

 

Brief der Priesterinitiative Augsburg an die Deutschen Bischöfe und an die Verantwortlichen in Leitung und Ausbildung im Bistum Augsburg. Brief-PIDA-Gem-Kirche-sein

Brief der Pfarrerinitiative Deutschland an die Deutschen Bischöfe OffenerBriefBischöfe2016

 

Kirche – Volk der vielen Gesichter Kirchweihaktion in 50 Pfarreien der Diözese

Menschen aus dem Volk Gottes kommen zu Wort

In über 50 Pfarreien im Bistum Augsburg wurde die Kirchweihaktion „Kirche – Volk der vielen Gesichter“ aufgegriffen und durchgeführt.
Viele Gesichter machen Kirche aus.

So gaben engagierte Christen Zeugnis ihres Glaubens, aber auch Zweifler und suchende kamen im Gottesdienst mit ihren Fragen und Anliegen zu Wort. Und es waren Menschen am Rand, Flüchtlinge, Fremde, die in die Mitte kamen – im wahrsten Sinn des Wortes.
„An die Ränder gehen“, wie Papst Franziskus es immer wieder einfordert, wurde erlebbar und viele Gemeinden machten die Erfahrung, dass wir dadurch reicher werden.
Stellvertretend für viele für viele gelungene Aktionen und Gottesdienste sei hier verwiesen auf das Kirchweihfest in Kochel:

http://www.pfarrei-kochel.de/aktuelles-aus-der-pfarrei/

 

Kirche – Volk der vielen Gesichter Kirchweihaktion in vielen Pfarreien

CoverUnter dem Motto „Kirche – Volk der vielen Gesichter“ lädt die Priesterinitiative Augsburg ein, sich in vielen Pfarreien an einer Aktion am Kirchweihsonntag, 19.10.2014 zu beteiligen. Dabei möchten wir Papst Franziskus in seinem Anliegen unterstützen, als Kirche auf die Straße und an den Rand zu gehen. Es könnte für jede Pfarrgemeinde auf diejenigen zuzugehen, die oft wenig beachtet werden und ihnen – im Gottesdienst und auch sonst – eine Stimme zu geben. Das Kirchweihfest bietet eine gute Gelegenheit dazu, auf die vielen Gesichter zu schauen, die zu einer lebendigen Gemeinde gehören. Dies könnte sowohl beim Gottesdienst geschehen als auch bei einer anschließenden Aktion.

Vorschläge finden Sie hier:
Kirchweihaktion 2014 in den Gemeinden

Wir freuen uns, wenn viele Gemeinden dem Kirchweihsonntag einen besonderen Akzent geben. Diese Sendung wird ergänzt im September durch Liedvorschläge, Fürbitten und Meditationen.

Wir bitten um eine kurze Antwort, wer sich an der Aktion beteiligt, an: pida_augsburg@icloud.com

Für die Priesterinitiative Augsburg

Der Sprecherkreis: Werner Appelt, Hans Fischer, Peter Hinsen SAC, Fritz Kahnert, Dr. Michael Mayr, Michael Saurler, Max Stetter

 

Bedingungslose Liebe Gottes ist theologischer Ausgangspunkt einer fördernden Familienpastoral

Eindrücke vom Vortrag von Prof. Ottmar Fuchs am 7. April im Augustanasaal

„Das theologische ‚Herz‘ der Familie in der Vielfalt ihrer aktuellen Lebensformen“ war der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Ottmar Fuchs, Universität Tübingen, am 7. April 2014 im Augsburger Augustanasaal. Dabei zog der Referent einen weiten und durchaus spannungsgeladenen Bogen von der biblischen Betrachtung über das vom Volk Israel überlieferte Gottesbild bis hin zu aktuellen Fragestellungen, die sich aus dem vielfachen Scheitern der ehelichen Lebensform ergeben.

Grundsätzlich kennzeichne die Familie ein belastbares Vertrauensverhältnis zwischen Generationen, mindestens zwischen Eltern und Kindern. Die Elternschaft jedenfalls ist unauflösbar. An zahlreichen Beispielen erläuterte Fuchs, dass es in der Bibel überraschender Weise kaum intakte Familien gibt. Auch Jesus stelle die Familie unter die Kritik des Evangeliums, unter den Vorbehalt seiner Nachfolge. Nicht erst heute werde deutlich, dass Familien in gleicher Weise fördernde wie zerstörende Gebilde sein können. Familie kann als Rückzugsort und letzter sicherer Ort in schwierigen und ausweglosen Situationen erfahren werden, wie etwa auch im Exil des alttestamentarischen Volkes Israel die Familie zum neuen “Ort des Tempels“ wurde. Die ehelichen oder familiären Beziehungen können aber auch scheitern, und dieses Scheitern spiegele auch das Scheitern Gottes in der Welt wieder, wie dies in der Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel nachvollzogen werden kann.

In einem solchen biblisch orientierten Familienbild ist weder Platz für eine Idealisierung von Ehe und Familie noch für eine pastorale Gebots- und Drohkulisse, die nach dem Scheitern keinen Neuanfang zulässt.

Der theologische Kern einer pastoralen Neubesinnung müsse in einem erneuerten Verständnis der Gotteskindschaft gefunden werden. Die Liebe zwischen Mann und Frau, die Liebe zwischen den Generationen ist als Möglichkeit ist geschenkt, nicht aber als eine Bedingung für die Teilnahme an der Gemeinschaft der Gläubigen. Im Sakrament spendet nicht der Mensch das Sakrament, sondern Gott schenkt seine Liebe bedingungslos und ungeschuldet. Diese Heilszusage an Bedingungen menschlicher Ordnungsvorstellungen zu binden, sei eigentlich blanke Häresie, so der entschiedene Standpunkt von Prof. Fuchs. In der Konsequenz müsse die konkrete Pastoral Räume für eine ermöglichende Liebe öffnen. Wie erleben uns Menschen, die sich sehr gerne haben, aber auch an dem Mangel leiden, von außen mitgetragen zu werden? Wo erleben sie Räume, wo ihre Liebe explizit mit der Liebe Gottes in Verbindung gebracht wird, Räume – und Menschen – , die sie fördern und stützen?

In der abschließenden Diskussion über die herausfordernden Standpunkte von Prof. Fuchs wurde deutlich, dass notwendiges Umdenken in diesen Fragen nur in einem schwierigen und langwierigen Prozess vorstellbar ist. Auch lasse sich heute noch nicht absehen, ob die zum Teil hohen Erwartungen an die römische Bischofssynode zu Ehe und Familie im Herbst dieses Jahres schon zu einer Erneuerung der kirchlichen Lehre zu Ehe und Familie führen könnten.

 

Das theologische „Herz“ der Familie in ihren vielfältigen Lebensformen

Vortrag von Prof. Dr. Ottmar Fuchs am Montag, 07.04.2014
um 19.30 Uhr im Augustanasaal im Annahof

 „Familie“ ist in aller Munde. Die große Koalition will sie „wieder“ zum „Taktgeber des Lebens“ machen. Die Bischofssynode in Rom wird sich in wenigen Monaten mit den „pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ beschäftigen. Bei jungen Menschen gibt es eine Sehnsucht nach Familie. Sie gilt als emotionaler Rückzugsort, als Ort von Bindungen, die über die Wechselfälle des Lebens hinaus tragen und belastbar sind. Für die Kinder ist sie nicht nur der wichtigste Lebensort für ein glückliches und gedeihliches Aufwachsen, sie ist auch die bedeutsamste Grundlage für die Weitergabe des Glaubens.

Doch was heißt heute „Familie“? Viele Formen begegnen uns, die klassische Vater-Mutter-Kind-Familie, aber eben auch häufig Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Familien oder Familien, die sich völlig neu bilden. Die Umfrage zur Vorbereitung der Bischofssynode in Rom hat gezeigt, dass sich auch viele Gläubige eine stärkere Akzeptanz dieser Lebensformen durch die Kirche wünschen. Die Kirche hat mit ihren lehramtlichen Äußerungen wie mit ihren pastoralen Konzepten den Anschluss an die Lebenswirklichkeit heutiger Familien, der ehelichen Gemeinschaften und der gelebten Formen der Sexualität bisweilen verloren.

Prof. Dr. Ottmar Fuchs, Ordinarius für Pastoraltheologie an der Universität Tübingen, wird in seinem Vortrag diesen Fragen aus theologischer Sicht nachgehen und Ansatzpunkte für einen zeitgemäße Sicht und einen guten Umgang mit Ehe und Familie in der Seelsorge entwickeln.

Der Vortragsabend wird von der Priesterinitiative Augsburg und dem Initiativkreis Bistumsreform Augsburg veranstaltet. Ein Plakat und einen Fleyer können Sie hier aufrufen und ausdrucken. Der Vortrag findet am 07.04.2014 um 19.30 Uhr im Augustanasaal bei St. Anna (im Annahof 4, Parkhaus direkt beim Veranstaltungsort) statt. Der Eintritt ist frei, für Spenden sind die Veranstalter dankbar.

Flyer Farbig

Flyer A5 schwarz-weiß

 

Diskussion um Sexualmoral der Kirche

Solidarität mit Bischof Ackermann und Bischof Overbeck

Die Umfrage des Vatikans zur Vorbereitung der Bischofssynode, die sich mit Fragen der Ehe- und Familienpastoral befassen wird, hat überdeutlich werden lassen, dass ein Großteil der Katholiken in Fragen der Sexualmoral anders denkt und handelt als dies von Seiten der römischen Kirche eingefordert wird. So wünschen sich viele Christen einen anderen Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen und bewerten verantwortlich gelebte Homosexualität und voreheliche Beziehungen wesentlich differenzierter und positiver als dies in offiziellen Dokumenten geschieht. Gleichzeitig wird in den ausgewerteten Fragebögen deutlich, wie sehr die Ehe wertgeschätzt wird und dass alle Befragten der Treue und der Verlässlichkeit in der Ehe einen hohen Stellenwert einräumen.

In der nun beginnenden Diskussion haben vor allem Bischof Stephan Ackermann in Trier und Bischof Franz-Josef Overbeck in Essen Akzente gesetzt. Ackermann sagt, er wolle nicht das katholische Eheverständnis infrage stellen, fordert aber „wir müssen intensiver und ehrlicher die konkrete Wirklichkeit von vielen Paaren und Familien berücksichtigen“. Er setzt sich ein für einen Dialog zu diesen Themen und widerspricht Kardinal Müller, der die Debatte autoritativ beenden will.

Ähnlich wünscht Bischof Overbeck eine differenzierte Haltung der Kirche zur Lebenssituation homosexueller Paare.

Beide Bischöfe wurden in den letzten Tagen von anderen Bischöfen deutlich kritisiert. Andere Kritiker sprechen Bischof Ackermann und Bischof Overbeck den Glauben und die Kirchlichkeit ab. Die Priesterinitiative dankt den beiden Bischöfen für ihren Mut und spricht ihnen in einem Brief vom 15.02. ihre Solidarität aus.

Den Brief können Sie hier als PDF herunterladen

 

Ehe alles zu spät ist

 Kirchliche Verzagtheit und christliche Sprengkraft Ministerpräsident a. D. Dr. Erwin Teufel mahnt Reformen an

WP_000062„Am Abend sagt ihr: Es kommt schönes Wetter, denn der Himmel ist rot. Und am Morgen: Heute gibt es Sturm, denn der Himmel ist rot und trüb. Das Aussehen des Himmels könnt ihr beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht.“ (Mt 16,2) Das Jesuswort stellte Dr. Erwin Teufel an den Anfang seines Vortrages „Ehe alles zu spät ist“ am 6. Dezember im Haus St. Ulrich in Augsburg. Der engagierte Christ, Familienvater, Politiker redete seiner Kirche mit Leidenschaft, Lebenserfahrung und Humor ins Gewissen, doch endlich die Zeichen der Zeit ernst zu nehmen.

Drei Bereiche führte der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg aus:

  • „Wir haben genügend Priester. Nur wir weihen sie nicht.“ Mit dieser signifikanten Aussage ging Dr. Teufel, der selbst Pfarrgemeinderat, Diözesanrat und Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken war, mit den Pastoralplänen deutscher Diözesen ins Gericht. „Nahe bei den Menschen“ müssten Priester sein können. Menschen, Kinder und alte Leute sollten ihnen begegnen können. Dr. Teufel spricht sich für die Weihe bewährter Männer aus.
  • Sodann betonte Dr. Teufel im nächsten Schritt, dass Kirche für die Menschen, nicht nur für Männer gemacht sei. Leidenschaftlich tritt er für das Diakonat der Frau ein und meinte später in der Diskussion, das Priestertum der Frau sei der logische nächste Schritt. Frauen brächten Entscheidendes in die Kirche ein. Die Kirche könne nicht hinter den Entwicklungen der letzten Jahrhunderte zurückbleiben.
  • Schließlich sprach Dr. Teufel mit der Überzeugung eines Gestalters in einem dritten Teil seines Vortrages von einem „Exportartikel der Kirche“, den sie selbst nicht umsetze, der Idee der Subsidiarität. In allen Bereichen der Gesellschaft müsse die unterste Ebene (Gemeinde, Familie, Pfarrgemeinde) alle Aufgaben übernehmen, die sie gut leisten kann und in diesen Aufgaben auch entscheiden. Nur was vor Ort nicht gelöst werden könne, müsse eine übergeordnete Ebene übernehmen. In der Kirche sei es aber so, dass nicht Bischöfe, Priester und Fachleute des deutschsprachigen Raumes ein neues Gesangbuch verantworten können, sondern dieses von einem Prälaten in Rom begutachtet werden müsse. Leidenschaftlich trat Dr. Teufel für eine „Dezentralisierung“ ein und wusste sich in dieser Forderung ganz an der Seite von Papst Franziskus. „Rom muss nicht alles, nicht einmal das meiste, sondern nur weniges entscheiden.“

Bei der anschließenden Diskussion flammte immer wieder die Frage auf, was nun zu tun sei. Dr. Teufel antwortete: „Unser Kirche braucht Öffentlichkeit. Wir brauchen Transparenz für kirchliche Entscheidungsprozesse. Wir brauchen Meinungsfreiheit und Beteiligung.“ In diesem Zusammenhang sprach er der Priesterinitiative und dem Initiativkreis Bistumsreform seinen Respekt aus.

Den Artikel der Augsburger-Allgemeinen Zeitung (Ausgabe vom 09.12.2013, Region Augsburg) können Sie hier als PDF downloaden

 

„Jetzt ist die Zeit für Reformen!“ Kirchliche Verzagtheit und christliche Sprengkraft

Vortrag von Dr. Erwin Teufel, Ministerpräsident a.D. am 06.12.2013 um 19.30 Uhr im Haus St. Ulrich, Augsburg

„Ich habe mich ein Leben lang und bis zum heutigen Tag in dieser Kirche engagiert.

Gerade deshalb bin ich so betroffen, dass … überfällige Reformen jahrzehntelang nicht auf den Weg gebracht wurden. Die Themen sind von Theologen aufgearbeitet und biblisch fundiert. Konkrete Reformen werden von den aktiven Christen ungeduldig erwartet. Nicht irgendwann, sondern jetzt.“

Was Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg einfordert, ist nicht neu. Man könnte angesichts der immer gleichen Auflistung der Probleme, die die katholische Kirche nicht in Angriff nimmt, ermüden.

Doch Teufel formuliert in seinem Vortrag und in seinem gleichlautenden Buch deutlich, ohne Kirchenschelte, den Kern des Problems: Die Kirche bewegt sich zu langsam, gar nicht oder gar gegen alle Notwendigkeiten. Er referiert von innen heraus, aus seiner Erfahrung als Politiker, als Christ, aus seiner Kenntnis in Theologie und Kirchengeschichte. Ein überzeugender Aufruf: „Hoffen gegen alle Hoffnung und Erfahrung“.

Der Vortrag wird von der Priesterinitiative in Zusammenarbeit mit dem Initiativkreis Bistumsreform veranstaltet.

Plakat zum Vortrag S/W

Plakat zum Vortrag farbig

 

Für die Zukunft dabei – wir Christen in Kirche und Gesellschaft

Veranstaltung des Initiativkreises Bistumsreform am 22. Oktober in Augsburg

Der „Initiativkreis Bistumsreform“, dem sich die Priesterinitiative eng verbunden weiß, lädt für den 22. Oktober 2013 zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Für die Zukunft dabei – wir Christen in Kirche und Gesellschaft“ im Hinblick auf die Wahl der neuen Pfarrgemeinderäte im Februar 2014 ein.

Nach dem erfolgreichem Ringen um den Erhalt der Pfarrgemeinderäte in der Diözese sowie der Verabschiedung einer neuen Satzung soll das ehrenamtliche Engagement neuen Schwung bekommen.

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert wird über die gesellschaftliche und politische Bedeutung des Wirkens von Christen im öffentlichen Leben referieren, Schwester Benedikta Hintersberger über die theologischen und pastoralen Dimensionen des Engagements vor allem in den Pfarrgemeinden.

Die Veranstaltung findet im Kolpingsaal in Augsburg, Frauentorstr. 29 statt und beginnt um 19.30 Uhr.

„Für die Zukunft dabei“ – unter diesem Motto möchte der Initiativkreis Bistumsreform insbesondere auch kritische oder abwartende Pfarrgemeinderatsmitglieder motivieren, sich weiterhin für die Arbeit vor Ort zur Verfügung zu stellen.

Einen fleyer zum Ausdrucken und Weiterverteilen finden Sie hier.