Archive for Juni, 2013

Kirche doch im Aufbruch?

Die deutsche Kirche und der neue Papst

Der Initiativkreis Bistumsreform in der Diözese Augsburg und die Priesterinitiative in der Diözese Augsburg laden zu einem Vortrags- und Gesprächsabend mit
Dr. Thomas von Mitschke-Collande am Montag, 15.07.2013 um 19:30 Uhr in Augsburg im Pfarrheim der Basilika St. Ulrich und Afra am Ulrichsplatz ein. (Nicht Haus St. Ulrich!)

Viele Reformkräfte in unserer Kirche fühlen sich durch den neuen Papst ermutigt und gestärkt. Der Referent, Senior Director em. der Unternehmensberatung McKinsey,  engagierter Katholik und Berater der Deutschen Bischofskonferenz gilt als hervorragender Kenner der deutschen Kirche wie auch weltkirchlicher Entwicklungen. Seine Buch „Schafft sich die Katholiche Kirche ab?“, Kösel 2012 hat viele aufgerüttelt.

Handzettel / Plakat können Sie hier herunterladen

 

„Deine Sprache verrät dich…“

Was verraten die römischen Vorgaben des neuen Messbuches

 200 Zuhörer fanden sich am Montag, 3. Juni, im gut gefüllten großen Saal des Hauses St. Ulrich in Augsburg ein. Die Priesterinitiative in der Diözese Augsburg hatte eingeladen zu einem Abend mit dem Augsburger Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Josip Gregur und dem emeritierten Lehrstuhlinhaber für Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilian-Universität München, Prof. Dr. Wolfgang Frühwald. Die Veranstaltung wurde von Pater Gerhard Eberts MSF moderiert.

Nach jetziger Planung wird 2014 ein neues Messbuch für den deutschsprachigen Raum eingeführt werden. Darin soll nach den seit 2001 gültigen Vorgaben aus Rom das lateinische Messbuch möglichst wörtlich übersetzt werden. Die sprachliche Gestalt soll sich ganz am römischen Messbuch ausrichten und landestypische Traditionen (Gebete zur Auswahl, die jetzt gerne in Gottesdiensten genutzt werden) sollen fast ganz verschwinden. Das war nicht immer so. Nach dem zweiten Vatikanischen Konzil gab es entgegengesetzte Richtlinien. Damals wurde bei der Übersetzung der Texte auf Verständlichkeit geachtet. Leitend war der Gedanke, dass alle Gläubigen aktiv und bewusst am Gottesdienst teilnehmen können.

Viele Zuhörer und die beiden Referenten bedauerten, dass das neue Messbuch hinter verschlossenen Türen entsteht, dass es keine Erprobungsphase gibt und dass die Ortskirche übergangen wird. Gleichwohl gab Professor Frühwald zu verstehen, dass eine neue Übersetzung aus seiner Sicht nötig sei.

Es bleibt die Hoffnung, dass sich die deutschen Bischöfe noch vor der Veröffentlichung für eine stärkere Berücksichtigung der Anliegen der Priester und der Gläubigen in Deutschland einsetzen. Im englischsprachigen Raum wurde das Messbuch im Advent 2011 eingeführt. Ein großer Teil der Priester und des Volkes Gottes findet sich in der Sprache des neuen Messbuches nicht wider.

Die Einführung des Moderators wie auch die beiden Referate von Prof. Gregur und Prof. Frühwald finden Sie im vollen Wortlaut hier. Die Priesterinitiative dankt den Referenten für die Überlassung der Texte.

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