Deutsche Pfarrerinitiative hat sich gegründet

Am 8. Juli haben sich die Priesterreformgruppen aus den Diözesen Augsburg, Freiburg, Fulda, Köln, München und Freising, Passau, Rottenburg-Stuttgart und Würzburg zur Pfarrerinitiative Deutschland zusammengeschlossen. Im fünfköpfigen Sprecherkreis ist mit Pater Peter Hinsen SAC auch ein Mitglied der Priesterinitiative Augsburg vertreten. Ähnlich wie die Pfarrerinitiative Österreich oder die Pfarreiinitiative Schweiz und ähnliche Zusammenschlüsse in Irland, USA, Kanada und anderen Ländern wollen wir solidarisch den lange nicht gehörten Reformanliegen in der Kirche eine starke Stimme geben.
Die Presseerklärung können Sie hier nachlesen.(als PDF herunterladen)

 

Kirche doch im Aufbruch – Die deutsche Kirche und der neue Papst

Am 15 Juli hatten der Intiativkreis Bistumsreform und die Priesterinitiative Augsburg zu einem Abend mit dem Unternehmensberater Dr. Thomas v. Mitschke-Collande eingeladen. Mitschke-Collande, Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken und des Diözesanrates im Bistum Augsburg, referierte im überfüllten Pfarrsaal der Pfarrgemeinde St. Ulrich und Afra in Augsburg. Seine Analysen machten einmal mehr deutlich, wie sehr die Kirche in Gefahr ist, den Zugang zur Welt von heute zu verlieren. Er zeigte aber auch auf, dass die Kraft zur Reform nicht gebrochen ist. Die Kirche darf auf Papst Franziskus hoffen. Einen ausführlichen Bericht und die Folien des Vortrages finden Sie hier http://bistumsreform-augsburg.de/aktuelles/

 

Kirche doch im Aufbruch?

Die deutsche Kirche und der neue Papst

Der Initiativkreis Bistumsreform in der Diözese Augsburg und die Priesterinitiative in der Diözese Augsburg laden zu einem Vortrags- und Gesprächsabend mit
Dr. Thomas von Mitschke-Collande am Montag, 15.07.2013 um 19:30 Uhr in Augsburg im Pfarrheim der Basilika St. Ulrich und Afra am Ulrichsplatz ein. (Nicht Haus St. Ulrich!)

Viele Reformkräfte in unserer Kirche fühlen sich durch den neuen Papst ermutigt und gestärkt. Der Referent, Senior Director em. der Unternehmensberatung McKinsey,  engagierter Katholik und Berater der Deutschen Bischofskonferenz gilt als hervorragender Kenner der deutschen Kirche wie auch weltkirchlicher Entwicklungen. Seine Buch „Schafft sich die Katholiche Kirche ab?“, Kösel 2012 hat viele aufgerüttelt.

Handzettel / Plakat können Sie hier herunterladen

 

„Deine Sprache verrät dich…“

Was verraten die römischen Vorgaben des neuen Messbuches

 200 Zuhörer fanden sich am Montag, 3. Juni, im gut gefüllten großen Saal des Hauses St. Ulrich in Augsburg ein. Die Priesterinitiative in der Diözese Augsburg hatte eingeladen zu einem Abend mit dem Augsburger Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Josip Gregur und dem emeritierten Lehrstuhlinhaber für Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilian-Universität München, Prof. Dr. Wolfgang Frühwald. Die Veranstaltung wurde von Pater Gerhard Eberts MSF moderiert.

Nach jetziger Planung wird 2014 ein neues Messbuch für den deutschsprachigen Raum eingeführt werden. Darin soll nach den seit 2001 gültigen Vorgaben aus Rom das lateinische Messbuch möglichst wörtlich übersetzt werden. Die sprachliche Gestalt soll sich ganz am römischen Messbuch ausrichten und landestypische Traditionen (Gebete zur Auswahl, die jetzt gerne in Gottesdiensten genutzt werden) sollen fast ganz verschwinden. Das war nicht immer so. Nach dem zweiten Vatikanischen Konzil gab es entgegengesetzte Richtlinien. Damals wurde bei der Übersetzung der Texte auf Verständlichkeit geachtet. Leitend war der Gedanke, dass alle Gläubigen aktiv und bewusst am Gottesdienst teilnehmen können.

Viele Zuhörer und die beiden Referenten bedauerten, dass das neue Messbuch hinter verschlossenen Türen entsteht, dass es keine Erprobungsphase gibt und dass die Ortskirche übergangen wird. Gleichwohl gab Professor Frühwald zu verstehen, dass eine neue Übersetzung aus seiner Sicht nötig sei.

Es bleibt die Hoffnung, dass sich die deutschen Bischöfe noch vor der Veröffentlichung für eine stärkere Berücksichtigung der Anliegen der Priester und der Gläubigen in Deutschland einsetzen. Im englischsprachigen Raum wurde das Messbuch im Advent 2011 eingeführt. Ein großer Teil der Priester und des Volkes Gottes findet sich in der Sprache des neuen Messbuches nicht wider.

Die Einführung des Moderators wie auch die beiden Referate von Prof. Gregur und Prof. Frühwald finden Sie im vollen Wortlaut hier. Die Priesterinitiative dankt den Referenten für die Überlassung der Texte.

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„Deine Sprache verrät dich“

Was verraten die Vorgaben des neuen römischen Messbuches?
Ein Vortrags- und Gesprächsabend
am Montag, 03.06. um 19.30 Uhr im Haus St. Ulrich

Die Sprache in der Liturgie soll Heiliges vermitteln und gleichzeitig das Erleben der Mitfeiernden treffen, soll in der Tradition der Kirche stehen und doch der heutigen Welt nahe kommen.
In diesem Spannungsfeld entsteht im Moment ein neues Messbuch. Grundlage ist das römische Anliegen, dass der lateinische Text möglichst unverändert in die jeweiligen Landessprachen übersetzt wird. Im englischsprachigen Raum führte die Einführung im Jahr 2011 zu fortdauernden Verwerfungen. Viele Priester und Gläubige finden sich in den Texten nicht mehr wider.
Prof. Dr. Josip Gregur, Liturgiewissenschaftler an der Universität Augsburg und Prof. Dr. Wolfgang Frühwald, emeritierter Literaturwissenschaftler der Ludwig-Maximilian-Universität München und langjähriger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft werden sich dieses Themas annehmen und moderiert von Pater Gerhard Eberts MSF miteinander ins Gespräch kommen.

Montag, 03.06., 19.30 Uhr
Haus St. Ulrich, Kappellberg 1, Augsburg
Parkplätze sind im Haus vorhanden
Eintritt ist frei, Spenden zur Deckung der Kosten werden erbeten
Der beigefügte Flyer kann ausgedruckt und kopiert werden Liturgie&Sprache-Flyer

 

Profil der Priesterinitiative

Die Kirche befindet sich in einem epochalen Umbruch. Die Priesterinitiative in der Diözese Augsburg möchte daher ihr theologisches Profil schärfen und sich einbringen in den Dialog in der Kirche. Wer uns unterstützen will und wer mit uns ins Gespräch kommen will, kann nachlesen, wofür wir stehen. In den nächsten Wochen werden weitere Texte folgen.

 

Aufruf an die deutschen Bischöfe zur Fastenzeit 2013

Aufklärung der durch Priester und Ordensleute begangenen Missbrauchsfälle und zukünftige Prävention

Die Priesterinitiative in der Diözese Augsburg bedauert sehr, dass der Vertrag der deutschen Bischöfe mit dem „Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen“ zerbrochen ist. Wir wollen und können die Hintergründe, die dazu geführt haben, nicht beurteilen. Aber wir wollen, dass an dem ursprünglichen Ziel uneingeschränkt festgehalten wird, durch Transparenz und Offenheit in der Behandlung von sexuellen Missbrauchsfällen in den einzelnen Diözesen das verloren gegangene Vertrauen der Menschen wieder zu gewinnen. Alle wussten, wie schwer das sein wird. Trotzdem war der Wille, den Opfern unter den Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen gerecht zu werden, stärker als die lange übliche Praxis der Vertuschung.
Durch die Aufkündigung des Vertrages ist die Glaubwürdigkeit der Kirche und insbesondere auch von uns Priestern und Ordensleuten erneut beschädigt worden. Wir wollen nicht, dass wir von der Seite der Opfer auf die Seite der Täter geraten. Wie sollen wir in der Fastenzeit über Versöhnung mit Gott sprechen, wenn wir nicht die Voraussetzung zur Versöhnung mit denen schaffen, an denen wir als Kirche schuldig geworden sind?

Deshalb rufen wir als Priesterinitiative die deutschen Bischöfe auf: „Bitte, kehren Sie zu Ihrem Entschluss zurück, die sexuellen Vergehen und alle Gewalt von Priestern und Ordensleuten umfassend wissenschaftlich mit Hilfe von unabhängigen Experten aufzuklären. Geben Sie der Öffentlichkeit möglichst rasch bekannt, auf welchen Wegen Sie es tun wollen.“

Es geht um die Glaubwürdigkeit unserer Verkündigung

Michael Saurler
Klinikpfarrer

P. Peter Hinsen SAC
Wallfahrtspfarrer

Dr. Michael Mayr
Klinikpfarrer i. R.

Martin Steiner
Pfarrer

Fritz Kahnert
Pfarrer

Werner Appelt
Pfarrer i. R.

für den Sprecherkreis der Priesterinitiative Augsburg

Der Text wurde am 14.02. an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Zollitsch, an den Beauftragten für alle Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich, Bischof Ackermann und an Bischof Zdarsa geschickt.

 

Solidarität mit Schüller, Demel und Werlen

Solidarität mit Pfarrer Helmut Schüller, Professorin Sabine Demel und Abt Martin Werlen, Einsiedeln

Die Ausladung von Pfarrer Helmut Schüller und Professorin Sabine Demel von den Fastenpredigten in Nürnberg wirft ein erschreckendes Licht auf unsere Kirchensituation in Bayern. Wie sollen „Umkehr und Erneuerung“ der Kirche mit Denk- und Predigtverboten einhergehen?

Pfarrer Helmut Schüller ist selbst bei Gegnern des österreichischen „Priesteraufrufs zum Ungehorsam“ als Theologe und Pfarrerpersönlichkeit geachtet. Professorin Sabine Demel ist ordentliche Professorin für Kirchenrecht an der Universität Regensburg mit kirchlichem Lehrauftrag und legt mit Mut und Ausdauer das Kirchenrecht im Sinne des II. Vaticanums aus. Seit vielen Jahren wendet sie sich gegen die Dialogverweigerung in der Kirche.

Wir protestieren gegen die Ausladung durch die Bischöfe von Bamberg und Eichstätt und versichern Sabine Demel und Helmut Schüller unsere Sympathie und Solidarität. Ihre Anfragen nach Bürgerrechten für die Gläubigen in der Kirche und nach Frauen im Priesteramt sind auch unsere Fragen, die wir mit ihnen gerne weiterverfolgen.

„Wer systematisch dafür sorgt, dass Kritiker verstummen – nicht etwa weil die Probleme gelöst sind – zerstört Kirche, wie fromm sie sich auch aufzuführen sucht“, schreibt Abt Martin Werlen aus Einsiedeln in seiner Schrift „Miteinander die Glut unter der Asche entdecken“. Wir danken ihm für seine geistliche „Provokation“ zum Jahr des Glaubens aus tiefer benediktinischer Spiritualität.

Unsere besondere Zustimmung gilt dem Kapitel X seiner Schrift über Bischofsbestellungen: „Eigentlich müsste es für die Kirche im 21 Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Getauften und Gefirmten der betroffenen Diözese in diesen Ernennungsprozess in angemessener Weise miteinbezogen würden.“

Seit rund 40 Jahren bemühen sich Theologen und Staatskirchenrechtler um eine Reform der Bischofsernennung auf der Grundlage der Kirchenkonstitution des II. Vaticanums. Schließlich ist die breite Mitwirkung von Klerus und Gottesvolk die ursprüngliche Form der Ämterbestellung in unserer Kirche. Eine schrittweise Rückführung zu dieser Praxis ist möglich und dringlich. (Vgl. Gerhard Hartmann, „Wählt die Bischöfe“, Topos plus, Kevelaer 2010)

Michael Saurler
Klinikpfarrer

P. Peter Hinsen SAC
Wallfahrtspfarrer

Dr. Michael Mayr
Klinikpfarrer i. R.

Martin Steiner
Pfarrer

Fritz Kahnert
Pfarrer

Werner Appelt
Pfarrer i. R.

für den Sprecherkreis der Priesterinitiative Augsburg

Der Text wurde am 14.02. an die Bischöfe Schick (Bamberg) und Hanke (Eichstätt), sowie an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Zollitsch und an Bischof Zdarsa geschickt.

 

Priesterinitiative Augsburg trifft sich in Landsberg

Über 30 Mitglieder der Priesterinitiative Augsburg haben sich am 1. Februar in Landsberg getroffen. Neben Besinnung und brüderlichem Austausch stand die Beschäftigung mit der weiteren Ausrichtung unserer Initiative im Vordergrund.

  • Einige Mitbrüder (wir nennen sie unsere „Theologengruppe“) werden sich weiter mit unseren Grundlagen beschäftigen. Unser pastorales Handeln und unsere Haltung zu umstrittenen Fragen sind theologisch gut begründet. Dies soll knapp und prägnant erklärt und deutlich gemacht werden.
  • Immer noch ringen wir um das Gespräch mit unserem Bistum. Nach anfänglichen Kontakten sind wir hier noch nicht weitergekommen.
  • Für Frühjahr und Sommer planen wir mehrere Veranstaltungen und Aktionen.
  • Hierfür wollen wir uns mit anderen Gruppen vernetzen.
  • Mit den anderen Pfarrerinitiativen im deutschsprachigen Raum werden wir eng zusammenarbeiten.
  • Rechtzeitig zu unserem Treffen konnten wir das 60. Mitglied willkommen heißen.

Die vielen Unterstützer und Unterstützerinnen im Volk Gottes werden wir – so gut es geht – auf dem Laufenden halten.

Mit einem Klick auf „Weiterlesen“ können Sie noch einige Fotos des Treffens einblenden.

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Priester- und Pfarrerinitiativen im deutschsprachigen Raum vernetzen sich

Am 25.01. trafen sich ca. 30 Vertreter der Priester- und Pfarrerinitiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in München. Neben Begegnung und Austausch wurde eine enge Vernetzung vereinbart. Die in den verschiedenen Initiativen zusammengeschlossenen rund 1000 Priester wollen ihre Anliegen bündeln und gemeinsam beitragen, die Kirche zu erneuern. Aus den Reihen unserer Priesterinitiative nahmen Werner Appelt, Peter Hinsen SAC und Michael Saurler teil.

Einstimmig wurde die folgende Erklärung verabschiedet:

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